F3B ?

 

F3B ?

F3B ist Modellsegelflug-Dreikampf, F3B ist teamsport, F3B ist die Königsklasse, F3B ist die Formel 1 für ferngesteuerte Modellsegelflieger.
Hier werden neue Technologien entwickelt, hier wird optimiert, hier entstehen Lösungen die vorrangig eines zum Ziel haben: Flugleistung.
Unter Zuhilfenahme von modernsten Werkstoffen und Rechenmethoden werden Segelflugmodelle entwickelt und optimiert um sie dann im sportlichen Wettstreit miteinander einzusetzen. Die Kombination aus Technik, Fingerfertigkeit, Geschick, Auffassungsgabe, blitzschneller Umsetzung und Teamgeist läßt eine Faszination entstehen, die man förmlich in der Luft spüren kann wenn man einen F3B-Wettbewerb besucht.
In drei Worten ausgedrückt: F3B ist

S peed
A ction
F un

hier gibts Spaß zum Zugucken, hier kommt F3B- feeling auf : Lünen 2011

 

Wer kann mitmachen ?

Jeder, der eine FAI-Lizenz hat.
In Deutschland bekommt man die über den DaeC oder über den DMFV.

 

Wie fliegt man F3B ?

Mit elektrischer Hochstartwinde und einem ferngesteuerten Segelflugmodell.
Man kann käufliche Flieger einsetzen oder Modelle hierfür selber bauen.
Bei den momentan (2017) stattfindenden Wettbewerben hat ein F3B-Modellsegelflugzeug in der Regel um die drei meter Spannweite, ist circa 2kg schwer und kann durch Zugabe von Ballast auf ein Abfluggewicht von bis zu über 4kg gebracht werden. Mit ein und demselben Flugmodell fliegt man drei verschieden Flugaufgaben. Die Wertungsflüge finden jeweils in Gruppen unterschiedlicher Zusammensetzung statt; der Beste der Gruppe erhält jeweils 1000 Punkte; die anderen Teilnehmer anteilig entsprechend Ihrer Leistung proportional weniger.
Die Zeitfluggruppen sind etwas größer; hier starten ca. 10-12 Piloten gleichzeitig; die Streckenfluggruppen sind etwas kleiner mit 4-6 Piloten und Speed wird einzeln geflogen.
Flieger
Herausragend beim F3B ist die Möglichkeit sich während eines F3B-Wettbewerbes auch mal direkt mit dem amtierenden Weltmeister vergleichen zu können – durch ständig wechselnde Gruppenzusammensetzungen besteht diese Eventualität für alle Teilnehmer eines Wettbewerbs gleichermaßen – für Anfänger wie auch für Wiederholungstäter (entsprechendes Losglück bei der Startgruppenermittlung vorausgesetzt )
Die Möglichkeit als Neuling direkt gegen den Weltmeister anzutreten – sowas gibts vermutlich in den wenigsten Sportarten !

 

Reglement

klar, gibts auch.
Es ist alles sauber geregelt vom Weltluftfahrtverband FAI
inclusive zeitgemäßer Fortschreibung und Anpassung auf neueste Technologien wie z.B. in der Fernsteuertechnik.

In stark vereinfachter Form bedeutet das :

1. ferngesteuerte Segelflieger mit Windenstart.

2. alle Hochstartsysteme sind gleich stark = Akku+Winde = 23 Milliohm; das ergibt circa. 4kW elektrische Eingangsleistung
3. zulässiges Fliegerhöchstgewicht = 5kg
4. die vom Flieger ausgehende Verletzungsgefahr wird eingeschränkt; unter anderem gibt es einen Mindestnasenradius = 7,5mm und der Hochstarthaken darf nicht zu weit rausstehen

Wer sich im Detail damit beschäftigen möchte, der sei gerne zum Schmökern eingeladen:

– in deutsch: BeMod auf der DaeC-website ( Bestimmungen für den Modellflugsport )

– maßgebliches englisches Originaldokument: FAI sporting code gültig ab 01.Januar 2017 => F3B-Regeln Seite 11-19
http://www.fai.org/downloads/ciam/SC4_F3Soaring_2017 (pdf zum Runterladen)

 

Flugaufgaben

Zeitflug – Streckenflug – Speedflug
vom Grundsatz her ist jede einzelne der drei Disziplinen einfach zu begreifen, im Hinblick auf die Flugphysik ist die Kombination der Aufgaben insgesamt etwas anspruchsvoller: ein einziges Modell soll ohne Austausch von aerodynamisch wirksamen Teilen alles können:

geringstes Sinken – bestes Gleiten – maximale Geschwindigkeit.

Man kann sagen F3B ist die wettbewerbgewordene Suche nach dem idealen Segelflugmodell.

Und hierin liegt auch der sportliche Teil, hier wirds spannend:
Durch Zugabe von Ballast und Veränderung von Klappenstellungen am Flugzeug kann der Pilot sein Modell vor dem Start individuell der jeweiligen Flugaufgabe und Wettersituation anpassen.
Es gilt das Wetter, den Wind und die möglichen Aufwinde vor dem Start abzuschätzen um ein optimales Ergebnis zu erreichen.
Geflogen wird nicht nur gegen die Physik und das Wetter sondern auch gegen das Geschick und die Taktik der anderen Piloten und teams – jeder einzelne Pilot hat während eines Wettbewerbsfluges zusätzlich sein team, seine Leute an seiner Seite – diese versorgen den Piloten während des Fluges mit Informationen und Tips um die besten Ausgangsbedingungen und Möglichkeiten zu haben.
Entscheidend für den Erfolg eines Fluges ist eine gute Auffassungs- und Beobachtungsgabe des teams für Wetter/ Thermik und Kollegen am Himmel, die daraus resultierende Taktik und nicht zuletzt die fliegerische Umsetzung des jeweiligen Piloten.

Teamleistung

 

task A – Zeitflug (F3B-A)

Aufgabe: auf die Sekunde genau 10 Minuten fliegen mit anschließender FAI-Punktlandung
die Anzahl der Starts ist unbegrenzt – 12 Minuten Rahmenzeit – 10 Minuten Arbeitszeit nach dem Ausklinken
– günstig ist für diese Flugaufgabe ein Flugzeug mit geringem Sinken –
bislang beste registrierte Wettbewerbsleistung  (Stand2015 ): 10:00 min – 100 Landepunkte
( wird bei gutem Wetter in Wettbewerben regelmäßig erreicht, bei schwierigem Wetter kann man sich an den zehn Minuten durchaus mal die Zähne ausbeissen… )
2015 F3B Dresden - task_A - round_1 - group_4
Film: entspannte Stimmung bei schönem Wetter auf 2015er F3B-WM in Arnheim – Zeitfluglandung ab 05:27h

 

task B – Streckenflug (F3B-B)

Aufgabe: so oft 150m-Strecken fliegen wie es geht
die Anzahl der Starts ist unbegrenzt – 7 Minuten Rahmenzeit – maximal 4 Minuten Arbeitszeit
– günstig für diese Flugaufgabe ist ein Flugzeug mit guter Gleitleistung –
bislang beste registrierte Wettbewerbsleistung (Stand 2017) : 39 Strecken – Andreas Herrig 2017, F3B- Kirchheim/Hülben
2017 F3B Kirchheim - task_B - round_3 - group_11
Film: Streckenflug-action an der A-Linie, schwieriges Wetter, 2015er F3B-WM in Arnheim

 

task C – Speedflug (F3B-C)

Aufgabe : Vier Stück 150m-Strecken fliegen, so schnell es geht
die Anzahl der Starts ist unbegrenzt – 3 Minuten Rahmenzeit – maximal 1 Minute Aufwind nutzen zwischen Loslösen des Schirms vom Modell und Einflug in die Speedstrecke
– günstig für diese Flugaufgabe ist ein schnelles, widerstandsarmes Flugzeug –
bislang beste registrierte Wettbewerbsleistung (Stand 2015) :  11.9s –  David Klein, 2013 Gator F3B
2015 F3B Dresden - task_C - round_3 - group_1
Film: 12er speed Martin Weberschock, F3B-Wettbewerb Kirchheim/Hülben 2008

 

special task: der Windenstart

Aufgabe: eine möglichst große Starthöhe erreichen
– das ist gut fürs Fliegen von task A, B und C –

Der Windenstart ist eine Spezialität des F3B
Mit einem kräftigen Autoanlassermotor wird ein 400m langes Nylonseil ( vergleichbar mit einer sehr dicken Angelschnur ) über eine Umlenkrolle auf die Windentrommel aufgewickelt. Am freien Seilende wird das ferngesteuerte Segelflugzeug mit einer Seilschlaufe an einem feststehenden Haken angehängt und in den Himmel hochgeschleppt. Anders als beim manntragenden Segelflug wird das Seil während des Schleppvorgangs sehr kräftig gedehnt; die sich aufbauende Seilspannung wird abschließend zum Beschleunigen genutzt und nach dem Ausklinken nochmals in Höhe umgesetzt. Die Flugbahn während eines Hochstarts läßt sich qualitativ in mehrere Abschnitte gliedern und es treten am Flugzeug zeitweise sehr hohe Belastungen auf ( bis zu 30fache Erdbeschleunigung bei Geschwindigkeiten von über 200km/h )
Bei guten Wetterbedingungen werden so innerhalb von circa zwanzig Sekunden Starthöhen von bis zu über 300meter erreicht ( Stand 2017 )

schematische Darstellung
launch @super conditions
1 Abwurf – 2 Steigphase am Seil – 3 beschleunigen – 4 Richtungsänderung und ausklinken – 5 Steigphase – 6 fliegen

– günstig für diese Aufgabe ist eine gute Abstimmung an der Winde von Seildicke und Trommeldurchmesser –
vereinfachend kann gesagt werden: starker Wind= dicke Seile, schwacher Wind= dünne Seile
Film: einige F3B-Windenstarts und speedflüge direkt hintereinander ( speedknockout F3B Lünen 2015 )

 

Punkte sammeln fürs Wettbewerbsergebnis

Im F3B gibt es eine gruppenbezogene Wertung, das heißt innerhalb einer Gruppe, innerhalb eines gemeinsamen Zeitfensters werden Flugleistungen einzelner Piloten miteinander verglichen – derjenige Pilot einer Gruppe welcher die Flugaufgabe am Besten löst bekommt 1000 Punkte – die anderen Piloten bekommen ihrer Leistung entsprechend prozentual weniger.
Ins Ergebnis eines einzelnen Fluges fließen ausschließlich messbare Größen ein – Sekunden, Meter und beim Streckenfliegen eine ganzzahlige Streckenzahl.
Für die Schönheit eines Fluges werden keine Punkte vergeben.

Mit einem neuen Zeitfenster, einer neuen Rahmenzeit wird die Bewertung frisch vorgenommen: neue Gruppe, neue Leute, neues Wetter.
Der Beste der nächsten Gruppe bekommt dann dort die 1000 Punkte.

Am Ende eines Wettbewerbswochenendes mit vielen Einzelflügen wird dann der Sieger ermittelt indem man für alle Piloten die in verschiedenen zusammengesetzten Gruppen erflogenen Punkte zusammenzählt und in einer einzigen, großen Liste darstellt. Das macht die Sache fair, spannend und übersichtlich zugleich.

Endergebnis

 

Wieviel kostet F3B ?

Im Verhältnis zu ferngesteuertem GPS-Fliegen mit Großmodellen, zu ferngesteuerten Turbinen- oder großen Hubschraubermodellen oder gar zu Kartrennen, Motorradrennen, Autorennen oder sonstigen high-tech Sportarten ist F3B recht günstig.
Ist eine komplette Ausrüstung in der Erstanschaffung vielleicht noch etwas umfangreicher, so sind die laufenden Kosten fürs F3B-Fliegen im Verhältnis doch recht überschaubar:
im Wettbewerbsbetrieb selbst wird vergleichsweise wenig Material verbraucht – man benötigt lediglich ein wenig Strom für das Laden der Akkus von Modell und Winde und hin und wieder ein neues Hochstartseil.

In unserem team brauchen wir pro Nase und Jahr circa 100-150 Euro für Seile, hinzu kommen die Spritkosten für Wettbewerbsbesuche und Startgelder für die jeweiligen wettbewerbe ( in der Regel 50 Euro Startgeld je Pilot und Wettbewerbswochenende ) und alle vier Jahre ein bis zwei neue Windenakkus / Autobatterien

 

F3B-Material – was braucht man ?

Flieger ( Selbstbau oder käuflich )
– Winde, Umlenkrolle, Seil ( Selbstbau oder käuflich z.B. von Ober )
– Fernsteuerung ( leistungsfähige Fernsteuerungen gibt es inzwischen für kleines Geld )

Es muß nicht das neueste Material sein – viel wichtiger ist, daß man sich mit seinem Flieger wohlfühlt und gut mit ihm zurechtkommt
Wolfi ist 2014 mit (s)einem einzigen alten Flieger durch die Saison gekommen ohne daß er einen zusätzlichen anderen Flieger benötigt hätte – und er konnte mit dem fliegenden Stückwerk ab und an recht brauchbare Ergebnisse erzielen: 14er speed München 2014, 35 Strecken Dresden 2015

 

was gibts zu gewinnen ?

materiell:
Schöne Trophäen und Pokale, sonst nix. Im Grundsatz wird um die Ehre geflogen.
Vielleicht gibts mit etwas Glück auf dem ein oder anderen Wettbewerb einen Sachpreis; dies ist aber eher der Ausnahmefall.
Mit F3B-Fliegen kann man kein Geld verdienen. ( Stand 2017 )

imateriell:
Eine ganze Menge Glückshormone, die in Geld nicht aufzuwiegen sind: das tolle Gefühl mit dem man belohnt wird wenn man bei einem Flug alles richtig gemacht hat – wenn das eigene team den Himmel richtig eingeschätzt und die anderen Flieger gut im Blick hatte; wenn man mit dem richtigen Gewicht zum richtigen Zeitpunkt mit der richtigen Geschwindigkeit an der richtigen Stelle im Himmel war um dann als Gruppenbester den Tausender heimzufliegen –

DAS Gefühl ist unbezahlbar, das kann man nicht in Gold aufwiegen…

guter Flug

 

Wertung / Rangliste

Alle Wettbewerbsergebnisse werden das Jahr über gesammelt und in eine Jahreswertung eingepflegt: diese ist öffentlich für alle sichtbar und kann leicht übers internet abgerufen werden; die Liste wird nach jedem geflogenen Wettbewerb aktualisiert – einmal mitgeflogen erscheint man automatisch in der Liste:

worldcup-Rangliste FAI = alle Wettbewerbe mit allen Piloten der Welt
zu finden auf http://www.fai.org/world-cups/f3b-radio-control-soaring – Punktestand der top ten und Gesamtliste eines Jahres
bzw. auf www.f3b.de ( Beispieldokument ) – Gesamtübersicht mit allerneuestem Stand unmittelbar nach den Wettbewerben

Eurotour-Rangliste = kleinere Anzahl von Wettbewerben die zur Wertung herangezogen wird
zu finden auf http://www.contest-modellsport.de/ ( Beispieldokument )

Schafft man es mit etwas Ausdauer und Geschick in einem Zeitraum von zwei Jahren über mehrere Wettbewerbe hinweg  sich für die F3B-Weltmeisterschaft zu qualifizieren, dann fliegt man dort mit den Besten der Besten der Welt eine ganze Woche lang im sportlichen Vergleich.
Weltmeisterschaften haben eine lange Tradition – die erste WM fand 1977 in Südafrika statt (vergleiche hierzu http://www.f3b-sports.eu/weltmeisterschaften/ ) und sie finden seither im Zweijahres-Rhythmus statt.
Auf Weltmeisterschaften herrscht eine ganz besondere Atmosphäre – wenn man einmal das Sprachgewirr der verschiedenen teams aus aller Welt nahe der A-Linie beim Streckenfliegen erleben durfte vergißt man das so schnell nicht wieder.
Es ist geradezu unbeschreiblich wieviel Worte sich gleichzeitig in den Sprachen der Welt finden wenn es gilt als WM-team seinem eigenen Piloten zu erklären wo gerade eine Thermikblase ist beziehungsweise wo momentan fliegerisch die beste Stelle am Himmel zu finden ist.

Für das Beste team einer Weltmeisterschaft gibt es den Teampokal Challenge Baron Mike Donnet , für den besten Einzelpiloten gibts die 13,6g schwere Houlberg-Trophy.
F3B WM-Pokale
links die Houlberg-trophy, in der MItte der Pokal für den besten Jugendlichen, rechts der Teampokal Challenge Baron Mike Donnet

 

macht mir F3B auch Spaß ?

Keine Ahnung. Man kann

selber probieren:
Am besten einfach mal im kleinen Maßstab mit einfachen Mitteln auf der eigenen Flugwiese ausprobieren; es muß ja nicht gleich ein Wettbewerb sein 🙂
Kostet nix und gehen tut das im Grundsatz mit jedem Flieger – wir machen das in unserem Training z.B. so:
Film1: Start – Thermik – landen am Punkt
Film2: Peile_1 – 150m Schnur – Peile_2 – Speedflug mit Funke und Stoppuhr

unter Anleitung probieren:
Wer aufbereitete Informationen und Tips aus erster Hand dem völlig freien Probieren vorzieht, dem sei der Besuch eines F3B-bootcamps ans Herz gelegt – der MCM-München hat in der Vergangenheit so etwas schon mal organisiert:
http://www.rc-network.de/forum/showthread.php/504824-F3B-Bootcamp-–-Einsteiger-und-Schnupperworkshop/page2

erst mal schauen:
der Besuch eines F3B-wettbewerbs als Zuschauer ist grundsätzlich ein Leichtes – ein Blick in den Wettbewerbskalender zeigt, wann sich wo ein wettbewerb in Deiner Nähe befindet. Bei Wettbewerben gibt es immer eine schöne Bewirtung für Piloten wie für Zuschauer gleichermaßen, so daß man sich mit einem Kaffee und eineme Kuchen gestärkt die ganze Sache mal gemütlich anschauen kann. Erster Start ist in der Regel morgens um acht; Samstags wird dann meist bis nach 18:00h geflogen; Sonntags werden die letzten Wertungsflüge üblicherweise nach 15:00h beendet.
erst mal schauen

mitmachen
Wenn man gut fliegen kann, dann ist es auch möglich in kürzester Zeit von Null auf hundert zu starten, kein Problem
Man kann sofort „aus dem Stand“ an einem Wettbewerb teilnehmen !
=> Simon Sperl ist ein gutes Beispiel hierfür – der ist aus 2011 dem Stand raus mit seiner Lieblings-Energija den Hülben-Wettbewerb mitgeflogen um in seinem ersten F3B-Wettbewerb 96% zu erwirtschaften…. da haben einige alte Hasen gestaunt.

 

Teilnahme an einem Wettbewerb

Wenn man den Entschluss gefaßt hat, daß man an einem F3B-Wettbewerb mitfliegen möchte, so startet man günstigerweise mit 1-2 Freunden welche auch Wettbewerb fliegen wollen um ein team zu bilden. Tips und Infos von einem bestehenden team zu holen ist bestimmt prima, wenn man gar die Möglichkeit hat mit denen auch mal fliegen gehen zu können – noch besser.
Die ideale Teamgröße dürfte vermutlich bei drei bis vier Leuten liegen; mit mehr Leuten entspannt sich eventuell etwas der Anschaffungsaufwand bei den Winden etwas – dafür hat man dann während eines Wettbewerbs etwas mehr zu koordinieren.
Zu zweit anfangen geht durchaus auch: das haben Martin und Andreas Herrig in der Vergangenheit recht eindrucksvoll bewiesen – das Brüderpaar mischt inzwischen im weltcup recht erfolgreich mit…
Wettbewerb fliegen

Für Piloten, die noch nie an einem F3B-Wettbewerb mitgemacht haben gibt es seit 2015 beim Anmelden eine feine Sonderregelung: die wildcard.
Das bedeutet, daß Neulinge innerhalb der ersten zwei Jahre jeden Wettbewerb mitfliegen können den sie möchten – ungeachtet der Tatsache ob ein F3B-Wettbewerb überbucht ist oder nicht.
Neulinge dürfen immer mitmachen !

Anmelden und fliegen geht im Prinzip so:
einen Wettbewerb aussuchen
auf www.F3B.DE kostenlos registrieren ( „Registrierung“ anklicken )
auf WWW.F3B.DE online anmelden ( „Einloggen“ anklicken )
– Startgeld an den jeweiligen Veranstalter überweisen ( in der Regel 50Euro für ein Wochenende )
– zum Wettbewerb fahren
– gültige FAI-Lizenz vorzeigen
– fliegen, Thermik finden, Punkte sammeln, Spaß haben

 

Ansprechpartner

In Deutschland ist Thomas Dylla F3B-Aktivensprecher und er kennt alle aktiven Piloten – wenn man ein Frage hat, so hilft Thomas bestimmt gerne weiter.

in
Italien: Ennio Villani
Niederlande: Wout Heijne
Schweden: Thomas Johansson
Tschechei: Petr Fusek
Österreich: Peter Hoffmann
Südafrika: Michelle Goodrum
Japan: Shuzo Koyama
Frankreich: Fabrice Estivals
Schweiz: Thomas Kübler
Dänemark: Regnar Petersen

 

pro F3B

Auf der Suche nach besserer Flugleistung von Segelflugmodellen werden Technologien im F3B-Wettbewerbsbetrieb entwickelt, von denen die ganze Modellfliegergemeinde profitiert.
Hochfeste Modellflugzeuge in Schalenbauweise, der Einsatz von verdeckten Anlenkungen, das Aufkommen von Abschlusskappen am Rumpfende um Wirbelbildung zu reduzieren seien zunächst einmal nur beispielhaft genannt; sicher gibt es noch etliche Entwicklungen mehr welche vom F3B ausgehend in anderen Bereichen Verbreitung finden.
Im F3B steckt Entwicklungsgeist, hier wird innovativ gedacht, hier werden Über Jahre hinweg die Modelle immer leistungsfähiger.
Nachvollziehen läßt sich der Sachverhalt der steigenden Leistungsfähigkeit in den dokumentierten Flugergebnissen  vergangener Weltmeisterschaften:
seit Anbeginn der ersten Weltmeisterschaften wurden die geflogenen Streckenzahlen über die Jahre hinweg zahlreicher und die erreichten speedzeiten wurden auch zunehmend kleiner.
Die Modelle werden immer besser.

Vergleiche hierzu dokumentierte Flugleistungen auf Weltmeisterschaften – MCM Magazin 2011 – Seite 41: http://www.mcm-muenchen.com/index.php/oktoberfestpokal/archiv
vermutlich dürfte das Ende der Fahnenstange aber noch nicht erreicht sein, es bleibt weiter spannend: Ausblick AGM Penig

Als besonderen Umstand ist es beim F3B anzusehen, daß die im Wettbewerb an der Weltspitze eingesetzten Modelle auf dem freien Markt für Jedermann verfügbar sind.
Für unter 2.000 Euro (Stand 2017) kann man feinstens optimierte, handgefertigte Kohlefaser-Segelflugzeuge erwerben mit denen man ohne jegliche Modifikationen – entsprechende Bedienung vorausgesetzt – Weltmeister werden kann !
Im Bereich der hightech-Sportarten stellt dieser Umstand etwas besonderes dar – vermutlich muß man ein ganzes Weilchen suchen bis man etwas vergleichbares an anderer Stelle findet…

Ein besonders schöner Nebeneffekt sei noch erwähnt – es ist durchaus möglich sich „einfach so“ ausserhalb des Wettbewerbsbetriebes ein F3B-Modell zu kaufen und mit ihm rumzufliegen – das macht gewaltig Spaß – denn die Modelle steigen gut in der Thermik und man kann sie auch aus größerer Höhe schön herabstürzen lassen um beim Höhe-vernichten ordentlich Spaß zu haben; bauartbedingt sind die Festigkeiten gut und Geschwindigkeiten von über 200 km/h problemlos möglich …

( vid mit Caracho-Start, soft-ds, bungee etc )

“ was ist F3B ? „
09-2015 Wolfi
(links upgedatet 04-2017)

weitere www-links zum Thema F3B (hier klicken)