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Kirchheim Open F3B 2022

Andreas H. April 24, 2022

23./24. April: World Cup & Contest in Hülben

Es geht weiter nach (trotz) Corona…!

Freitag

Die letzten F3B-Wettbewerbe in Gruibingen, Lünen und München lagen eigentlich noch gar nicht so lange zurück. Aber irgendwie war es wieder ein gewisser Aufwand, das Auto mit allen benötigen Utensilien zu beschicken und dauerte eine gefühlte Ewigkeit, bis endlich alles Equipment gepackt war… Über den Winter waren „kleinere“ Veränderungen im Akku-Bestand nötig geworden. Aber ansonsten quasi alles noch beim alten – und dank der Vorarbeit Mitte der Woche konnte gegen vier Uhr endlich der Startschuss fallen…! 

Nach einer gefühlten Ewigkeit war endlich alles Equipment gepackt und gegen vier konnte es endlich los gehen. Man könnte fast meinen, es ginge zu einer WM… 😉

Freitag Nachmittag – und nach dem wieder üblichen Berufsverkehr kein Stau mehr auf der A8, nachdem die Gefahr des drohenden Felssturzes beseitigt war.

Vorbei ging’s an der schönen Burg Teck, hoch auf die normalerweise raue Alb… Die sich allerdings noch frühlingshaft warm und angenehm zeigte – was die letzten Trainingsstunden in Verbindung mit dem herrlichen Sonnenuntergang zu einem schönen Erlebnis werden ließ.

Viele hatten noch Trainingsbedarf und wollten just-in-time fertig gewordenes Material einfliegen… Bei dem Traumwetter definitiv ein Vergnügen!

Im [foo]-Team noch Trainingsbedarf, um just-in-time fertig gewordenes Material einzufliegen…

Auch ich hatte das Gefühl, noch ein paar Flüge zu brauchen – und stand vor der Frage, ob es noch Sinn macht, das etwas faltig gewordene, mehrfach reparierte Leitwerk durch ein neues, frisch angeliefertes zu ersetzen. No risk, no fun – die Möglichkeit wurde kurzerhand genutzt – und nach vier Trimmflügen fühlte es sich schon ganz gut an.

Womit das Tageslicht allerdings weitestgehend aufgebraucht war und der Grillabend bei Lagerfeuer-Atmosphäre etwas später starten konnte.

Der Sonnenuntergang entschädigte für alle im Vorfeld gebrachten Opfer.
Immer wieder schön, am Feuer zu sitzen und ein bisschen von den aktuellen Entwicklungen zu hören…!

Samstag

Boar – was für ein Tag…! Tief hängende Wolkenschwaden verzögerten zunächst den Beginn des Zeitfluges, bis der ungefähr fünfte Teststart gegen 10:30 Uhr nicht mehr zu erhöhter Adrenalin-Ausschüttung wegen eingeschränkter Sicht führte und die Wettbewerbsleitung um Uli Trautwein, Michael Seyfang und neu diesmal auch Jochen Muff zum Aufbruch blies. Es wurde umdisponiert und ging gleich mit Speed los.

Briefing kurz vor Acht – 55 Piloten aus 6 Nationen hatten den Weg zur Flugsportgruppe Hülben auf sich genommen.

Der lebhafte Ostwind ermöglichte hohe Starts. Aber als Sechster an der Reihe gab es nicht allzuviel Referenz – und großes Risiko gleich mit dem gestern noch montierten neuen Leitwerk zu fliegen. Ob die Trimmung passen würde…? Gerhard Flixeder hatte mit 14.37 s schon sehr gut vorgelegt. Aber die Einstellungen, der Flug und auch die Ballastierung waren gar nicht so schlecht – trotz weiter letzter B-Wende immer noch fast Bestzeit mit 14.54 s. Das Training hatte sich scheinbar doch etwas gelohnt! 🙂 Insbesondere da sich zeigen sollte, dass die meisten guten Zeiten im mittleren 15er bis tiefen 16er Bereich lagen. Später holte sich Christoph Sarter noch mit 14.24 s den Tausender.

Im folgenden Streckenflug könnte es (gegen Petr, den Erbauer;) allerdings gut gewesen sein, das neue Leitwerk gleich im Wettkampf probiert zu haben – wir hatten es mit jeweils 21 vor auf die gleiche Zahl Strecken geschafft – erstmal kein Punktverlust, puh…

Schwierig oft die Wahl der Seite. Mit der Längsanströmung über dem südlichen Hang zu fliegen machte oft weniger Sinn, als es an der nördlichen Waldkante oder einfach über dem Plateau zu probieren. Einzige Erleichterung, dass mit dem mäßigen Wind die sonst oft üblichen Thermik-Krimis mit Kreisen vor dem Einflug ausfielen… Trotzdem wurden bei guten Bedingungen bis zu 27-28 Strecken erreicht. Und auch wenn es nicht gut ging, konnten noch 19 Strecken für den Tausender gut sein.

Zum am Nachmittag folgenden Zeitflug Runde 1 regnete es allerdings plötzlich und unerwartet kurz! Was die Sache zusätzlich zum das leicht abschüssige Gelände hinunter wehenden Ostwind schwieriger gestaltete. Zunächst noch in sehr guter Lage, war die Höhenreserve recht abrupt durch Abwind aufgebraucht… Nicht gut, ca. 10 s und auch noch 10 Landepunkte liegen zu lassen… :/

Es muss aber auch vielen anderen so ähnlich gegangen sein – zumindest im [foo]-Team hatten die meisten ihre Schwierigkeiten und nur Matthias Neumann gelang ein Tausender.

Runde 2

Im zweiten Streckenflug im Mittelfeld dran, lief es dann krass gut! Es hatte sich vor der nördlichen Waldkante eine schöne Thermik aufgebaut. Und irgendwie war ich nach dem leichten Mittagstief wieder fit und denkfähig und konnte super sauber Strecken spulen. 29 zu 24 haben echt Spaß gemacht – und glaube ich auch etwas Eindruck erzeugt 😉 Wieder sehr stark aber auch Gerhard Flixeder, der die Bestmarke auf 31 Strecken gelegt hatte.

Noch besser aber dann am der zweite Speed. Nachdem ich zunächst etwas auf bessere Luft gewartet hatte, kam Stress auf, als der Flieger im Start plötzlich aus dem Seil geworfen wurde… Noch eine Minute Rest ließ nun keinen Raum für weitere Fehler… Aber das vorher glücklicherweise noch von Christian auf meine zweite Winde gezogene Seil hielt – und der Flug war wohl blitzsauber. Und überraschend mit 13.71 s die Bestzeit der Runde ^^ Christoph Sarter hielt kurz danach aber mit einer engen 13.89 noch schön dagegen, so dass es spannend blieb.

Aber wie gewonnen, so zerronnen… Etwas frustrierend, dass im zweiten Zeitflug, der abends noch komplettiert wurde, trotz eigentlich zunächst schöner Ausgangshöhe nach einem super Start irgendwie plötzlich wieder „Basteln“ an der nördlichen Waldkante angesagt war… Und diesmal fehlte eine ganze Minute, um die Zeit voll zu machen :/ Das war Mist – und vielleicht mit durch das marginal andere Handling des neuen Leitwerks verursacht…(?)

Allerdings überraschend, dass es Christoph Sarter (der nach zwei schönen Speeds vorn liegen musste) zwei Gruppen später nicht zum Landepunkt schaffte und damit noch mehr Punkte verlor!

Überhaupt waren die Zeitflüge in den widrigen Bedingungen mit Wind und zwar vorhandener, aber oft kurzlebiger Thermik und spürbaren Abwind-Feldern sehr selektiv. Die Ergebnisliste von Zeit Runde 2 spricht eine sehr deutliche Sprache, wenn man sich das obere Drittel anschaut.

Interessanterweise schien ich nun trotz der vielen kleinen und größeren Punktverluste für morgen dann doch irgendwie noch die beste Ausgangsposition zu haben… 🙂

Am Abend bei etwas Pizza nochmal schöne Lagerfeuer-Stimmung. Allerdings starke, drehende Winde mit plötzlichem Funkenflug, auf den die satten, aber durch die Kälte und Anstrengungen des Tages Ermüdeten nur noch eingeschränkt reagieren konnten. Und irgendwie deutete der immer stärker werdende Wind schon an, dass sich wohl etwas ändern würde…

Die Lagerfeuer-Stimmung ließ sich im auflebenden kühlen Wind nicht mehr ganz so genießen, wie am Abend zuvor. Aber die leckere Pizza kompensierte es definitiv 😉

Sonntag

Der Blick aus dem Auto am Sonntag Morgen…

Der Blick aus dem Auto bestätigte die nächtliche Wahrnehmung der Ohren und das Regenradar… 4°C und sich hartnäckig über der Alb festsetzender Dauerregen – aus vielen Jahren davor war das nicht ganz unbekannt und man konnte noch etwas liegen bleiben.

Die erfahrene Wettbewerbsleitung tat etwas später nach intensiver Prüfung der Wetterberichte das Richtige und sagte das Fliegen gegen 10:15 Uhr ab… – was es zumindest erlaubte, die nassen Sachen frühzeitig einzupacken und nach der vorgezogenen Siegerehrung den Heimweg etwas zeitiger anzutreten.

Der Zwischenstand von gestern war nun final und bei den Senioren konnte sich der Autor über einen knappen Sieg vor Jürgen Pölzl und Bernhard Flixeder aus dem KäOb-Team freuen.

Auch in der Team-Wertung eine kleine Überraschung, dass es für unser [foo]_1 trotz kollektiver Absaufer noch für Platz 3 hinter Badesalz 1 und KäOb 1 gereicht hatte.

In der Junioren-Wertung holte sich Lukas Lehner den Pokal – während der für die Speedwertung an Christoph Sarter ging.

Auch wenn er kurz, kalt und am Ende nass war, war es irgendwie doch wieder ein sehr schöner Wettbewerb. Danke auch nochmal ans Team für die Hilfe, die tolle Atmosphäre und vor allem das Feuer am Abend 😉 Sowie die Organisatoren für eine gelungene Veranstaltung trotz gewisser Unwägbarkeiten aufgrund der noch nicht beendeten Corona-Phase.

Warten auf die Siegerehrung im Hangar der FSG Hülben.
Die drei Ersten A. Herrig, J. Pölzl (li) und B. Flixeder (re).
Etwas unerwartet, trotz der Punktverluste drei Pokale mit nach Hause nehmen zu können 🙂

Sehr schöne Bilder und detaillierte Ergebnisse als PDF finden sich im Live-Bericht auf https://www.rc-network.de/threads/f3b-kirchheim-open-2022.11900111/#post-12265019.

Bleibt zu hoffen, dass wir nächstes Jahr wieder nach Hülben kommen und die Herausforderungen und Unbilden der Alb „genießen“ können…!

Das eingespielte Team des MSC Kirchheim arbeitete jedenfalls wieder hervorragend und quasi fehlerfrei an den Linien. Und auch die Verpflegung mit Kuchen und Grillgut sowie der Unterstand im Hangar der FSG Hülben waren äußerst angenehm!

Andreas H., 26.04.2022

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Coronavirus F3B 2020

Das sich ausbreitende Coronavirus hat auch Folgen für die Klasse F3B.

Bis jetzt wurde der Wettbewerb in Colmar auf den 08. und 09. August verschoben und die Kirchheim Open wurden abgesagt.

Wir sind gespannt, was noch alles passieren wird…

Stand 03.04.2020: Nach dem Bericht: https://www.mfsd.de/veranstaltungen-bis-zu-31-05-2020-abgesagt-keine-daec-rangliste-2020/

wird wohl auch der Wettbewerb in Dänemark und in Russland abgesagt.

Kirchheim Open 2019 F3B

Das lange Warten hatte in diesem Jahr erst Ende April ein Ende. Durch die Verlegung des traditionellen Saisonbeginns in Colmar war die Winterpause in diesem Jahr besonders lang. So hatten wir fast einen Monat mehr Zeit zum Training als üblich und sind guten Mutes nach Hülben gereist. Auch eine große Delegation von sieben Piloten aus Russland nahm die weite Reise auf sich. Natürlich, wie kann es auch anders sein, empfing die versammelten Piloten aus ganz Europa ein winterliches Wochenende, nachdem wir uns gerade an sommerliche Verhältnisse gewöhnt hatten. So startet der Wettbewerb am Samstag bei Temperaturen knapp über Null °C und diese kalte Luft sollte über das ganze Wochenende für die Bedingungen ausschlaggebend bleiben. Typisch für das Segelfluggelände in Hülben sind die extrem wechselhaften thermischen Verhältnisse bei Westwind. So ging es früh im Speed los mit einzelnen Ausreißern, die den 16 bis 18 Sekunden Schnitt mit schnellen 15er und 14 Zeiten alt aussehen ließen. Auch im anschließenden Streckenflug lagen die Tausender mal bei 18, dann wieder bei 33 Strecken. Alles in allem nicht einfach zu fliegen, zumal die Baumreihe an der Platzgrenze manchmal so dynamisch trug das man nochmal richtig Gas geben konnte, wenn das Modell schon fast unten war. So waren viele Streckenfluggruppen wirklich erst zum Ende der Arbeitszeit entschieden. Sehr spannend! Im Zeitflug setzte sich diese spannende Entwicklung fort. Es gab Flüge zu bestaunen, in denen der Pilot es kaum fassen konnte wie das Modell erstmal mit ungewohnt starken Steigwerten bis fast zur Sichtgrenze hochkatapuliert wurden, um dann, kaum das fünf Minuten Flugzeit absolviert waren, in Baumwipfelhöhe um die restlichen Flugminuten bis zum Ablauf der 10 min kämpfen zu müssen. Etliche Zeitflüge endeten so vorzeitig und würfelten das Klassement durcheinander. Nachdem am späten Samstag Nachmittag eine größere Regenfront das Fliegen unmöglich machte, wurde der Neustart auf Sonntag früh verlegt. Bis hierher wurde etwas mehr als ein Durchgang geflogen.

Bei der Anfahrt zum Fluggelände am Sonntag früh wurde deutlich, das es über Nacht nochmal kälter geworden war. Auf der Höhe der Schwäbischen Alb lag tatsächlich stellenweise Schnee. Wieder ging es los mit Speedflug. Abgesehen von etwas abgeschwächten Windverhältnissen ging es genauso weiter wie am Samstag. Zur Mittagszeit, nachdem zwei Runden komplett waren, gab es immer wieder Regenunterbrechungen, die den Wettbewerbsablauf ins Stocken brachten. Zeitig entschied die Wettkampfleitung dann das Ende der Kirchheim Open am frühen Nachmittag. Zur Siegerehrung schien dann wieder die Sonne von einem blauen Himmel….

Siebzig Piloten aus acht Nationen gaben der 2019er F3B World Cup Saison einen tollen Einstand und hier in Kirchheim auch der Internationalen Deutschen Meisterschaft einen würdigen Rahmen.

Vier Neueinsteiger wurden im Rahmen der Rookiewertung von den Teams IG F3B, Badesalz und Foo betreut und haben dadurch erste wertvolle Erfahrung sammeln können. Auch zwei neue U18 Junioren waren hier am Start und im Foo-Team auch noch zwei Piloten, die im vergangenen Jahr durch die Rookiewertung ins Geschehen integriert wurden. So lässt sich hoffen, das die F3B Szene allen Unkenrufen zum Trotz weiter bestehen wird. Wir sollten weiterhin versuchen, die Schwelle zum Einstieg niedrig zu halten. Durch ein einfaches, leicht verständliches und transparentes Reglement und weitreichende Unterstützung für Interessenten ist das sicher am nachhaltigsten zu erreichen.

Am Ende der Kirchheim Open stand als Deutscher Meister Martin Weberschock ganz oben auf dem Treppchen, flankiert von Gerhard Flixeder (2.) und Jürgen Pölzl (3.)

Die Juniorenwertung (bis 23 Jahre) gewann Bernhard Flixeder vor Johannes Krischke und Roman Safonov.

Bei den Rookies triumphierte Claus Scholz vor Matthias Schmidt, Tobias Tandler und Georg Roth.

Die Teamwertung ging an das Österreichische Team KÄOB1 mit Flixeder, Rossmann und Pölzl vor Badesalz mit Webberschock, Thomas und Sarter sowie Foo 1 mit Herrig, Günther und Becker.

Wir sehen uns wieder beim nächsten World Cup in Rodekro, Dänemark. Dort findet diese Saison erstmals ein World Cup statt. Bis bald!

Markus Becker

Vielen Dank an Tim für die Bereitstellung der der folgenden Bilder

Ergebnisse

E F3B auf F3B Wettbewerben – Zeitplanung

„E F3B“ – An alle die es betrifft.

Ich bin echt mal gespannt, wie das auf den Wettbewerben dann organisiert wird.
2 unterschiedliche Klassen an einem Wochenende – und das auf 5 Wettbewerben.

Der Zeitverbrauch von 5 Piloten E-F3B kostet pro Durchgang 35-40 Minuten (in München2018 über eine Stunde).
Das bedeutet, bei 3 Runden liegen wir bei 105-120 Minuten – das entspricht ca. 2 Stunden.

Wenn ein Wettbewerb samstags um 08.30 Uhr startet und um 18.30 Uhr (10 Stunden) beendet wird – sonntags 08.30-14.30 Uhr(6 Stunden), dann haben wir insgesamt 16 Stunden.
Von den 16 Stunden gehen für eine Gruppe E-F3B 2 Stunden ab – bei 2 Gruppen (10 Piloten) sind das schon 4 Stunden I-see-stars

Bei 10 E – F3B-Piloten wird den F3B – Piloten ein Viertel der Zeit genommen!!!!

abgebrannt