Kategorie: Allgemein

Jesenik International Cup F3B 2016

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Eine Woche nach dem Sonnenwendpokal in Nardt fand auch dieses wieder der internationale F3B Wettbewerb im tschechischen Jesenik statt. Das Teilnehmer Feld war nicht ganz so groß wie die letzten Jahre, trotzdem sehr international. Sogar die Sportfreunde aus Finnland haben den Weg nicht gescheut – warum auch – den der Flugplatz mit diesem wunderbaren Ausblick, leichter Gebrigslage und super Wettkampfsleitung lässt den F3B Piloten lange Anreisewege in Kauf nehmen. Ein fantastischer Freitagabend mit malerischem Sonnenuntergang bot die Option für den ein oder anderen Trainingsflug. Oder man schaute kurz bei den polnischen Kollegen vorbei, da gab es Spezielitäten in flüssiger und fester Form, für das leibliche Wohl war auf jedenfall gesorgt.

Nach einem kurzem Gewitter in der Nacht, ging es Samstagmorgen heiß und schwül mit dem ersten Zeitflug los. Generell ist zu erwähnen, dass bei allen Zeitflugdurchgängen in vielen Gruppen die F3B Geduld, ein gutes Auge und extrem präzise taktische Entscheidungen gefragt waren. Teilweise musste man extrem in den Rückraum gehen, oder kleine „Aufwindfahrstühle“ weit im LUV suchen. Direkt in Windennähe sah man die Modelle immer nur in niedrigen Höhen. So macht das Zeitfliegen Spaß in Jesenik!

Schwierig war die Startphase bei 90° cross Wind, da die Flieger im unteren Startbereich sehr instabil waren – hier musste man Arbeiten und das mit Schweißperlen auf der Stirn. Viele Modelle hielten den Bedingungen nicht Stand und wurden beim Start zerteilt, andere fielen oft aus dem Seil. Die vierte Disziplin – der Start – reiner Nervenkitzel und schön anzuschauen.

Es folgte ein Streckenflug und 2x Speed bei immer stärkeren Böen und thermischen Ablösungen. Die Streckenfluggruppen boten alles – von 32 Strecken für den Tausender – bei anderen Gruppen genügten schon 16. Ich selbst war Opfer einer extrem stürmischen Abwindphase, so das der Flieger gar nicht gegen den Wind ankam und landete bei 2:45 Min. und 14 Strecken an der A Linie. Sowohl im Streckenflug als auch im Speed konnte von Anfang an Andreas eine solide Leistung abrufen mit 21 zu 13 Strecken und einem Speed im unteren 13er Bereich mit Freestyler 5 setzte er sich zunächst an die Spitze des Feldes. Auch Jens Buchert, Andreas Böhlen und die Österreicher Bernhard Flixeder und Hans Rossmann zeigten souveräne Leistungen. Doch war es wiedereinmal der Zeitflug der über die Umsortierung des Feldes entschieden hat. Spät am Nachmittag landete Hans Rossmann zu früh und Andreas platzierte den FS5 in den Windenseilen bei einer turbulenten Landung. -300 und keine Landepunkte -> Zeitflug eben. Das sollte auch die letzte Disziplin für Samstag abend gewesen sein. Man sah den Piloten den anstrengenden heißen und windigen Tag auch ein wenig an.

Die Vorhersage für Sonntag war nicht sehr gut und wir mussten bangen ob überhaupt gestartet werden konnte. Petrus hielt aber noch inne, sodass wir die 3te Runde mit einem Streckenflug und anschließendem Speed beenden konnten.  Gegen Mittag hat Jan Stonavsky den Wettkampf abgebrochen – keine Chance auf Besserung war in Sicht. (Für einige hatte das Vorteile, da 18:00 das Deutschlandspiel lief). Jens Buchert – fehlerlos – holte sich verdient den Sieg vor Bernhard Flixeder und Andreas Böhlen. Bei den Team gewannen die Österreicher vor den Badeexpress Foo Jungs, 1 und 2 .

Zusammenfassend möchte meinen, dass der Wettkampf in Jesenik unter der Leitung von Jan mittlerweile zu den schönsten im Kalender gehört. Zeitflug hatte einen großen Anteil als tatsächlich taktisch anspruchsvolle Disziplin. Ein großer Dank an Jan und sein Team für die fast fehlerfreie Leistung und souverräne Durchführung. Nächstes Jahr im August werden hier die Weltmeisterschaften F3B stattfinden – toll – wir sind gespannt.

Lucas

Ergebnisse

auf und ab

 

2015 wartete auf mit einem warmen Sommer mit knapp 40°C auf dem Wettbewerb in Anthisnes;
auf der später folgenden F3B-WM in Holland war es ungleich anders – dort war es im Sommer mit zeitweiligen Hagelschauern und morgendlichen 7°C deutlich kühler – dafür gabs kurz vor Weihnachten wieder 17°C, Sonnenschein und feinstes Flugwetter…

was gab es noch zu beobachten ?
– zahlreiche Wettbewerbe mit Fahnenschwenken beim Streckenfliegen – schön für die Piloten, die nun den Startzeitpunkt deutlich freier wählen können
– statt großen Startnummern gabs auf dem F3B-Wettbewerb in Lünen kleine identity-cards – das war äußerst praktisch beim Klamotten-wechseln den Tag über
– ein Oktoberfestpokal ohne aufgeregte akustische Signale – hier gabs nur Lichtsignale zum Streckenfliegen – für die teams vielleicht anfänglich etwas schwieriger zu bewerkstelligen aber dem Charakter des lautlosen Schwebens kommt das erfeulich charmant entgegen

bemerkenswert waren ausser dem
– eine Kollekte für die Klingelanlage von Jan Stonavsky
– ein Aufruf während der F3B-WM an die Aktiven einen positiven Beitrag zur Außenwirkung von F3B zu leisten bzw. etwas Öffentlichkeitsarbeit zu leisten um so die Attraktivität des Sports zu erhalten bzw. zu verbessern und etwas von der Faszination nach aussen zu transportieren

Blick nach vorne
Auf der WM gab es ein sehr interessantes 2.4 Ghz WiFi – Kästchen von den Australiern zu sehen, welches dazu dient den Aufwand für das Ausrichten eines Wettbewerbs zu reduzieren – darüber hinaus gibt es inzwischen nachlesbar auf RC-network das Bestreben eine automatische Klingelanlage fürs F3F zu entwickeln. Spannende Sache – vielleicht läßt sich davon was aufs F3B übertragen ?

für 2016 wünschen wir gute Luft , viel Strecken und schnelle speeds !

F3B ?

„Was ist F3B ?“ – ich habe in der Seitenleiste mal was zum Thema gebastelt – Kommentare, Anmerkungen, Wünsche, Verbesserungsvorschläge, Fragen – alles ist willkommen, her damit !