Schlagwort: Eurotour

40. Oktoberfest-Pokal F3B 2015 · München

40. Oktoberfestpokal F3B
zum dreitägigen Wettbewerbsabschluß der F3B-Saison 2015 waren in Salmdorf bei München Teilnehmer aus 12 Nationen am Start:
ned, ger, sui, cze, aut, fra, ita, rus, por, swe, uae, usa

Drei Tage ohne Nebel, mit viel Flugbetrieb, morgens Weißwürste, abends Faßbier und spätabends am Grill Zusammensitzen – so haben wir den Saisonabschluß in München genossen 🙂

Ergebnisse online in allerfeinster Darstellung bei Christian Müller
http://www.mcm-muenchen.de/oktoberfestpokal/2015
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F3B ?

„Was ist F3B ?“ – ich habe in der Seitenleiste mal was zum Thema gebastelt – Kommentare, Anmerkungen, Wünsche, Verbesserungsvorschläge, Fragen – alles ist willkommen, her damit !

Loucen – Tschechien F3B 2015

Samstag morgen: Roman empfängt uns hier in der Nähe von Loucen nach einer kühlen Nacht auf dem großen freien Gelände noch vor dem ersten Start mit den Worten „welcome to hell“…
und er sollte Recht behalten. Der Mais frißt Modelle.
Zwei Uhr mittags- gerade haben wir 90Grad crosswind bei 1,2er und 1.3er Seile. Thermikfetzen und stark unterschiedliche Hochstarthöhen ziehen das Feld auseinander.
Wir kämpfen mit Seilrisse, Wolfi mit Rumpfbruch, Sekundenkleber, Strafpunkte für Seillandung und einem stromlosem Höhenruderservo, wir lassen alle miteinander ordentlich Federn beim Streckenfliegen. Thomas Schorb fliegt einen 14er speed. Teuer für viele andere, nur wenige können schneller.
Zeit zum Nachlegen in Runde zwei – es geht weiter mit speed.

Nachtrag am Montag
…. und dann wurde es dünn mit unserer Berichterstattung.
Wir wurden etwas von den Ereignissen überrollt und parierten so gut wie es irgendwie noch ging. Nach Wolfis erster Reparaturorgie mußte er dann doch aufs B-Modell wechseln. Am Start mit repariertem Flieger bemerkt er ein Höhenurderservo ohne Strom und blieb unten – kein Speed in Runde 1. Danach wurde Steffens Flieger in einiger Entfernung im Gras liegend nach einem Streckenflug von einem anderen gerade landenden Flieger berührt – Rumpf ab, Leitwerk angematscht – Reparatur. Robby kämpfte nach anfänglichem Verbinderbruch – Seilriss 0,5m nach der Abgabe mit anschließender Stecklandung – mit Maislandungen und danach verbogenen Höhenruder – Reparatur. Zwischendurch war gegen die Langeweile noch ein wenig Seilriss und Umspulen angesagt… wir waren am Rotieren.
Sonntags war es der kräftige Wind der mit Thermikfetzen garniert zu schwierigem Streckenfliegen und interessanten Zeitflügen führte. Der Speed von Runde drei wurde um die Mittagszeit mit kräftigem Crosswind begonnen; der erste Pilot war gerade bei bockigen Bedingungen geflogen, dann kam Steffen dran. Seil vorgespannt – Fliegerabgabe – krasse Turbulenz – Flieger in 5 meter Höhe plötzlich mit Nase nach unten – Einschlag. Danach wurde der Wettbewerb wegen zuviel (gemessenem) Wind und herannahender Regenfront für beendet erklärt. Bis Lünen haben wir nun alle ein bisschen was zu Basteln…
Auf einem weitläufigen Gelände mit familiärer Atmosphäre wurde der Wettbewerb von Pavel Marek souverän geleitet, seine Ansagen wurden zur Freude aller durch seine Freundin super übersetzt wahlweise in perfektem englisch oder akzentfreiem deutsch. Die Helfer unter der A- und B- Linie klingelten prima auf der von Jan Stonavsky mitgebrachten Anlage und am Ende gewann der junge Bernhard Flixeder an einem Wochenende mit wirklich schwierigen Wetterbedingungen vor einem deutlich auseinandergezogenen Feld; der gesponserte Hauptpreis – ein 29kg schwerer neuer 12V-Akku gehört nun ihm – Glückwunsch !

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23rd Summer Soaring Criterium, Anthisnes Belgien 2015


( aktualisiert : 07. Juli Grund: link geändert, link ergänzt und Rechtschreibung )

heisses Wetter in Anthisnes

Am bislang wärmsten Wochenende des Jahres waren wir zum F3B-Fliegen zu Gast beim königlichen Club der kleinen Flugzeuge in Belgien.
Fürstlicher Auftakt war am Freitg abend am gemauerten Grill neben dem schönen Clubheim, wo sich die Piloten des Wochenendes einfanden um ein wenig Grillgut aufzulegen,
ein kühles Fassbier zu genießen und den ein oder anderen schönen Plausch zu halten. Das Modellfluggelände des C.R.P.A.L. ( Club Royal Petite Aviation Liegeoise) wo wir den Freitagabend vor dem Wettbewerbswochenende ausklingen ließen liegt auf der Anhöhe eines flachen Hügels mit Ausblick in die Ferne – wenn man sich einen Modellfliegerhimmel vorstellen möchte, dann dürfte er vermutlich ungefähr so aussehen…

Der F3B-Flugbetrieb in Anthisnes war an diesem Wochenende von Beginn an „nicht ohne“: Veranstalter Denis gab die Aufstellung der Winden und Umlenkrollen entsprechend
der Wettervorhersage bereits Freitags passend für Samstag und Sonntag vor, so daß diejenigen Piloten die am Freitag schon etwas früher da waren ihre Modelle mit Rückenwindstarts aufs Wochenende vorbereiteten.
Am Samstag morgen waren dann bei gleichem Windenaufbau die Bedingungen völlig anders. Die erste Zeitfluggruppe stieg im Gegensatz zum Abend davor mit schönem Gegenwind
in den Himmel und konnte sich anschließend mit Höhen um die 300 meter um den Zeitflug kümmern.
Was zunächst einfach erschien, wurde im Laufe des Tages immer schwieriger und im Verlauf des Wochenendes zunehmend anspruchsvoll. Die einsetzende Thermik und der
drehende Wind verschärften die Bedingungen zusehends und es gab keine Garantie mehr – weder für gute Hochstarthöhen noch für eine gleichbleibende Windrichtung. Im
Zeitflug machte sich die kräftige thermische Aktivität stellenweise mit gefühlt noch kräftigerem Saufen bemerkbar. Kräftig will heißen, daß man sich nach zwei Minuten
auch mal kurz auf 50-80 meter wiederfinden konnte – wer da den rettenden Bart nicht mehr fand, war ruckzuck wieder da. Oder auch nicht ganz. So manches Modell landete im angrenzenden Maisfeld statt auf dem Landepunkt. Das Streckenfliegen war nicht minder anspruchsvoll – es wurde zeitweise auf zwei Seiten geflogen und der ein oder andere mutige Pilot nutzte die Thermik im Lee, was auch hin und wieder klappen konnte. Ähnlich wie im Strecken- und zeitflug waren die Bedingungen fürs speedfliegen: hier war es ebenso wechselhaft wie schwierig; man mochte beim Zuschauen so manches Modell in der Strecke trotz guter Höhe am liebsten ein wenig anschieben, andere flitzten richtig los. Nachdem das Sonntagswetter ähnlich zum Samstag war, war durchgehend Bewegung in der Rangfolge. Es blieb sehr spannend; nicht zuletzt auch durch unglückliche Modellverluste – unter anderem wurde eins beim Ausbrechen mit starkem Seitenwind durch Bodenkontakt zerstört und ein anderes wurde von einem heimtückischen Springbaum angefallen. Beide Modelle konnten dann keine Punkte mehr nach Hause tragen, so daß ihre bis dahin gut platzierten Besitzer in der Rangfolge nach hinten rutschten.
Nachdem am Sonntag Nachmmittag die letzten Modelle ihren speedflug bei kräftigem Wind und ordentlichen Turbulenzen absolviert hatten war unmittelbar vor den ersten Regentropfen des herannahenden Gewitters auch das letzte Modell gelandet und es konnte nach dem kräftigen Gewitterschauer der Sieger des Wettbewerbs gekürt werden.

DAS war ein spannendes Wochenende – Anthisnes wir kommen gerne wieder !

Ergebnisse zum Nachlesen gibts hier: http://www.f3b.be/anthisnes-2015/results
Eindrücke von Thomas Dylla: http://www.f3b-sports.eu/competitions/23rd-summer-soaring-criterium/

 
      

Attraktiver durch Kastration ?

Wieviel muß man abschneiden wenn man attraktiver werden möchte ? 50 meter !

… so zumindest der Gedanke der nächste Woche bei der FAI am 24.April 2015 zur Abstimmung vorgetragen werden soll.
150m statt 200m von der Winde bis zur Umlenkrolle auf F3B-Wettbewerben um die Hochstarthöhe zu reduzieren.

Nachlesen kann man den Sachverhalt des deutschen (!) Vorschlags in englischer Sprache sowie eine Diskussion hierzu
in einer Unterrubrik des amerikanischen Modellbauforums RCgroups: 2015 FAI Rules Proposals“
Die Reduzierung der Seillänge soll zu attraktiveren, interessanteren Zeitflügen beim F3B führen.

„Nunja“ beziehungsweise „au wei“ sage ich da.
Der seither schön anzuschauende Speedflug mutiert dann gefühlt zur Schlafwagenveranstaltung, die Einflughöhen fürs Streckenfliegen sind natürlich ebenfalls reduziert…und ob der Zeitflug dann wirklich wesentlich attraktiver wird sei auch einmal dahingestellt.

Ein wesentliches Kriterium für die Zeitflugaufgabe ist doch auch der Tagesabschnitt zu dem man sich in der Luft befindet.
Anders als in den frühen Morgen- und in den späten Abendstunden ist zur Tagesmitte stärkere thermische Aktivität zu verzeichnen –
und das kann äußerst spannend sein – erinnern möchte ich an dieser Stelle z.B. an Dresden letztes Jahr und an Colmar dieses Jahr.
Da war richtig was los und da war es auf dem Flugfeld äußerst spannend.

Für mich liegt es am Veranstalter ob der Zeitflug anspruchsvoll ist oder nicht – je nachdem wie er den Ablauf des Wettbewerbs
gestaltet; eine Reduktion der Seillänge ist mit Sicherheit nicht das Mittel der Wahl – außer man möchte den F3B-Sport generell etwas langweiliger gestalten…

Deshalb hoffe ich, daß die FAI-Delegierten nächste Woche in meinem Sinne abstimmen werden: für 200m bis zur Umlenkrolle !

Freunde des F3B – was meint ihr ?